Schulprofil

Gemeinschaft

Unterricht

Ganztag

Förderung & Beratung

Iserv

Startseite
Leitbild: Junge Menschen stark machen
Skifahren in der 7. Klasse
Informatikwettbewerb
Trampolin-AG
Schüleruniversitätstage im Juleum
Fahrten und Exkursionen
Besondere Musikförderung: Musikklassen und -ensemble
Einschulung: Schüler werden
Weg zum Traumberuf: Berufsfindungsbörse
Veranstaltungen das ganze Jahr
Schnupperabend: Besuch von den Grundschulen
Theater AGs am Julianum
Spanienaustausch
Drachenboot-AG
Ausflüge und Exkursionen
Sport in Unterricht und AGs

Shamrock2019 01
Gemeint ist nicht die legendäre irische Folk-Band, sondern das Wilde Shamrock Touring Theatre aus Dublin, das am 6. November 2019 bereits zum 7. Mal am Julianum gastierte, wie immer mit einer Show für die jüngeren und einer für die älteren Schüler.


Wie schon in der Vergangenheit begann die Mythological Magic Show mit dem Auftritt der frechen kleinen Kobolde mit dem großen grünen Hut – ein Bild, das seit über 50 Jahren vor allem in den USA kursiert, weil es auf jeder Packung der Müslisorte Lucky Charms zu sehen ist. Im Verlauf der – wie immer sehr lauten und temporeichen – Show wurden mehrere irische Sagengestalten vorgestellt, z.B. der Grogach, der etwas gegen faule Leute hat, die blutsaugende Dearg Due oder der Puca, halb Pferd, halb Mensch, der aber nicht so nett ist, wie es zunächst scheint und den Menschen ihre Seele stielt, und Banshee, eine Fee mit roten Augen und weißem Gesicht, die besonders gefürchtet ist, weil sie den Tod bringt. Die beste Gelegenheit, den irischen Fabelwesen etwas näherzukommen, so hieß es, sei in der keltischen Neujahrsnacht, nämlich am 31. Oktober, womit gleichzeitig klar wurde, dass das „typisch“ amerikanische Halloween ebenfalls irische Wurzeln hat. Alle Informationen wurden den Schülern der 5.-7. Klassen in typischer Shamrock-Manier präsentiert: halb ernsthaft, halb ironisch und mit viel Körpereinsatz vorgetragen, unterstützt von Helfern aus dem Publikum und untermalt von irischer Musik, die spätestens in der Schlussphase beim "Clockwinder" alle von den Stühlen riss. Selbst der 5. Jahrgang, der ja noch nicht alles verstehen konnte, war restlos begeistert!
Die Oberstufenschüler hatten es in der zweiten Show mit einem Thema zu tun, das inzwischen fast jeden angeht: die allgegenwärtige Smartphone-Sucht! Gleich zu Beginn wurde ihnen daher erläutert, dass das sog. „Aschenputtel-Gesetz“ verfügt habe, junge Menschen seien von ihrer Sucht zu befreien. Tatsächlich war das Julianum zu einem Rehabilitation Centre geworden, in dem die Schüler mit Hilfe einer genialen neuen App lernen sollten, Realität (wieder) besser zu erleben. Diese SQ-Ware (gesprochen square ware und symbolisiert durch kleine Bilderrahmen, die man auf die Gesichter zu pressen hatte) wurde von einem inventor und zwei Mitarbeitern in blumigen Worten angepriesen, und die Schüler (bzw. die Patienten des Rehabilitationszentrums) durften sie sofort ausprobieren. Tatsächlich wurde schnell klar, dass das zuvor beschworene selige Gefühl sich nur dann einstellte, wenn man genug likes bekam, ansonsten wurde man ausgebuht, wie z.B. die Patientin Elaine. Im Gegensatz zu Elon, der immer die „richtige“ Antwort auf alles gab und damit Erfolg hatte, wurden Elaines kritische Anmerkungen nicht beachtet – bis sie sich schließlich voller Wut den Rahmen vom Gesicht riss und an alle appelllierte, ganz ohne jegliche App, nämlich im persönlichen Gespräch, dem anderen zu begegnen. Damit war die SQ-Ware als Machtmittel entlarvt, das durch zunehmende Überwachung und soziale Kontrolle die Herrschaft über seine Benutzer erlangen wollte – und spätestens dann war natürlich klar, dass das neue Programm des Wilde Shamrock Theatre eine wunderbare Satire auf die Welt der sozialen Medien ist. Schüler und Lehrer waren gleichermaßen begeistert von der überzeugenden schauspielerischen Leistung der drei Akteure, die die Werbestrategien der sozialen Medien bis aufs Kleinste studiert und übernommen hatten und trotzdem immer durch gestische und mimische Übertreibung die innere Distanz dazu deutlich machten.

P.S. Auch am Ende dieser Show durfte natürlich der "Clockwinder" nicht fehlen, und es war lustig zu beobachten, dass Schüler aus den Jahrgängen 5-7, die den Schluss zufällig mitbekamen, nochmals fasziniert stehenblieben, um ihre älteren Mitschüler zu beobachten – denn die machten genau das mit Begeisterung, was sie zwei Stunden zuvor gemacht hatten.